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AUSSTELLUNGEN
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Verwoben


Ausstellung im Museum des Landes Glarus im Freulerpalast in Näfels
17. Mai bis 30. August 2015




Lebendige Tradition neu interpretiert
Susanne Grieder, Leiterin Museum des Landes Glarus

Das Museum des Landes Glarus befindet sich im Freulerpalast in Näfels, einem der wich­tigsten und prachtvollsten Gebäude des Glarnerlandes. Der Bau wurde 1648 als Wohnhaus fertig gestellt. Mit seiner Architektur und Ausstattung bildet er ein Gesamtkunstwerk und eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Die Räume sind hervor­ragend erhalten und beeindrucken mit ihren frühbarocken Stuckaturen und formen­reichen Kassettendecken aus der Bauzeit jeden Besucher. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts beherbergt der Freulerpalast das historische Museum des Kantons Glarus. Anhand ­kostbarer Objekte und Gemälde zeigt das Museum die vielfältige Geschichte des Kantons. Einer der Schwerpunkte bildet die Abteilung Textildruck. Die Textilindustrie spielte über viele Jahrzehnte eine enorm wichtige Rolle in diesem Industriekanton.
Anlässlich des Internationalen Museumstages 2015 am 17. Mai unter dem Motto «Lebendige Traditionen – gestern, heute, morgen» widmete sich das Museum der ­Webkunst. Denn sie ist Teil der Textilproduktion und legt quasi den Grundstein für die berühmten Glarner Tücher.
Neben der Eröffnung eines zusätzlichen Raumes in der Dauerausstellung zum Thema Weben anno dazumal, zeigte das Museum die Sonderausstellung «Verwoben – Draht, Nylon, Videobänder und natürliche Materialien». Die Textilkünst­lerin Heidi Arnold bekam die Gelegen­­heit, ihre zeitgenössischen Interpretationen des traditionellen Handwerks in den Räum­lichkeiten des Freulerpalastes auszustellen. Dadurch entstand ein faszinie­­­rendes Zusammenspiel zwischen den von ihr verwendeten modernen Materialien und den historischen Räumen. Die Arbeiten ­fügen sich in die Räume ein oder bilden Kontraste. Aus der Kombination von Alt und Neu entstanden wunderbare Kombinationen.
Das Museum des Landes Glarus schätzt sich glücklich, die Kunstwerke von Heidi Arnold zeigen zu dürfen. Ihre Werke veranschaulichen eindrücklich, dass Tradition neu an­gewendet und damit lebendig bleiben kann. Sie verkörpern deshalb ein Credo des Museums: Früheres mit Heutigem verbinden und dadurch neue Erkenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse ermöglichen.